Probefahrt – zweiter Tag


Tricycle Probefahrt
Ursprünglich hochgeladen von Burkis Picture Pool

Der zweite und letzte Tag meiner Probefahrt ist leider vorbei und ich möchte hier noch ein kurzes Statement zu den Probefahrten abgeben.

Gestern hatte ich noch ein leichtes Schlingern, gerade bei kräftigen Tritten in die Pedale bemängelt. Heute, einen Tag später, war davon nichts mehr zu spüren. Das liegt wohl daran, dass ich einen Tag später bereits ein anderes Feeling für das Rad bekommen habe, nicht mehr so hyper sensibel bin und einfach gelassener ans radeln herangehe. Auf jeden Fall lief das Rad sehr gut!

Nach der Probefahrt hatte ich das Trike noch etwas geputzt, da ich es nicht schmutzig zurückbringen wollte. Der Preis ist mehr als in Ordnung, die Verarbeitung sehr gut, das Fahren macht richtig viel Spaß mit einem ganz neuen Fahrgefühl!

Ich hatte heute mal ein paar Fotomontagen erstellt. An dem Trike welches ich probe gefahren hatte, wurden von mir kurzerhand per Bildbearbeitung ein Windshield und Packtaschen montiert. Das Ergebnis könnt ihr hier sehen. So in etwa stelle ich mir mein zukünftiges Tricycle vor! Die Taschen passen nicht nur optisch super zum Rad, sie verlagern den Schwerpunkt auch weit nach unten. Ich denke, dass man mit diesem Rad super Touren unternehmen kann!

So, und wie geht es nun weiter? Ich bin schon sehr von dem Konzept des Tricycles überzeugt! Man sitzt (liegt) entspannt, durch die zwei vorderen Räder kann man den Schwerpunkt das Rades sehr weit Richtung Straße verlagern und hat somit eine super Straßenlage! Der Vorteil der tiefen Lage ist gleichzeitig ein Nachteil – man kann schneller übersehen werden. Diesem Nachteil kann man allerdings mit einer sinnvollen Beleuchtung entgegenwirken. Die Geometrie des Tricycles erlaubt zudem die Mitnahme von viel Gepäck. Zum touren ein sehr gut geeignetes Bike. Sobald das Trike auf meinem Hof steht, kann der Liegerad-Dauertest endlich starten!

Also bis dann!
Burkhard

Probefahrt – erster Tag

Ja, heute ging es dann mal für eine längere Tour auf die Straße. Das Wetter war so lala. Es war trocken, die Straße leicht feucht und die Sonne ließ sich kaum blicken. Naja, es gibt besseres Wetter aber auch schlechteres – jedenfalls war es (von oben) trocken 🙂

Viel Zeit hatte ich nicht, da es 16:00 Uhr war, es ab 17:00 Uhr dunkel wurde und am Rad kein Licht montiert war. Außerdem bin ich an einer Landstraße entlang gefahren, an der auch etwas Verkehr ist. Somit wollte ich nicht im dunkeln unterwegs sein.

Also gut, vom Hof runter, den Berg vor unserem Haus abwärts und nach links auf die Straße. Das Rad rollt gut. Da kein Tacho am Rad ist, kann ich auch schlecht die Geschwindigkeit schätzen. Durch die tiefe Sitzposition hat man ein anderes Geschwindigkeitsgefühl. Beim schnellen Fahren und kräftigen Treten in die Pedale fiel mir auf, dass die Lenkung bei jedem kräftigen Tritt in die jeweilige Richtung ausschlägt. Dieses Verhalten ist für Trikes in Tadpole Bauweise aber durchaus typisch. Bedingt durch die weit vor der Lenkachse liegende Tretkurbel, werden bei kräftigen Tritten die an der Kurbel leichten Pendelbewegungen auf die Lenkräder übertragen. Was kann man dagegen tun? Also zum einen ist man bei den ersten Fahrten einfach hypersensibel und merkt jede Kleinigkeit. Zum anderen wird man sich einen „runden“ und gleichmäßigen Tritt angewöhnen, wie man es bei jedem Fahrrad macht. Dieser, zum Anfang etwas unruhige Geradeauslauf, wird also nach ein paar Fahrten nicht mehr spürbar sein. Eine weitere Möglichkeit zum eliminieren von unerwünschten Pendelbewegungen ist der Einsatz eines Lenkungsdämpfer. Ich werde einen Lenkungsdämpfer auf jeden Fall austesten und hier über meine Erfahrungen berichten.

Wer bisher noch kein Liegerad gefahren ist, wird bei der ersten Fahrt erstaunt oder auch verwirrt feststellen, dass man während der Fahrt nicht nach hinten sehen kann. Es fällt einfach schwer, sich aus der halb liegenden Position umzudrehen. Also steht fest, dass ich Spiegel benötige.

Nach einer kurzen Ausfahrt, ca. 20 Minuten, kam ich zurück nach Hause, um das Tretlager etwas zu justieren. Es war zu dicht am Sitz und ich musste die Beine dadurch zu stark anwinkeln. Bei der nächsten Fahrt wurde ich von meiner Tochter auf einem normalen Zweirad begleitet. Sie sollte mir Rückmeldung über meine gefahrene Geschwindigkeit geben. Laut ihrem Tacho fuhren wir bei gemäßigtem Krafteinsatz mit ca. 27 km/h. Sie hatte schon etwas Mühe hinterher zu kommen, da es leicht aufwärts ging

Morgen gibt es noch ein paar Tests und dann sind die zwei Tage für die Probefahrt vorbei.

Also dann bis Morgen!
Burkhard